Wappen OG Neupotz
Neupotz
-    zukunftsorientiert und traditionsbewusst
 

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Ortsgeschichte

Im Jahr 1270 wurde Neupotz unter dem Namen „Potz“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name kommt vom lateinischen "puteus", d.h. Pfütze, Sumpfland.

Im Jahr 1532 beschlossen die Bischöfe zu Speyer für Rheinzabern und Jockgrim und der Probst zu Hördt, einen 5 m breiten Damm von Jockgrim bis Neupotz gegen die Fluten des Rheins zu bauen. Der Damm bewirkte, dass beim alljährlichen Hochwasser die Fluten die Gestade des Fischerdörfchens "Potz" wegrissen. Den Einwohnern wurde gestattet, mit ihrem Dorf vom Rhein wegzuziehen und es an einem sicheren Ort aufzubauen.

So entstand das heutige Neupotz. Das Dorf besaß nur Wiesen, Weideland und Wald. Die wenigen Äcker lagen in den Gemarkungen der Nachbarorte. Das ganze Land innerhalb des Altrheinbogens war hier prächtiger Eichenwald.

Bis zum Jahr 1780 war deshalb Weide, Vieh, Schweinemast (Eichel) und ganz besonders der Fischfang einzige Nahrungsquelle für die Dorfbewohner. Erst später kamen Ackerbau (der Eichenwald wurde nach und nach gerodet), vermehrte Viehzucht und die Korbflechterei hinzu. Heute lebt nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Mit der Ausweisung des Baugebietes "Hardtwald" und weiteren Neubaugebieten hat sich in Neupotz mehr und mehr der Wandel von der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer Wohngemeinde vollzogen.

Als anerkannte Dorfentwicklungsgemeinde zeigt sich Neupotz bestrebt, das Verschönerungsbild des historisch gewachsenen Ortskernes nachhaltig zu verbessern. Mit der Neugestaltung des Rathauses (1985), der Einrichtung des Heimatmuseums (1985), der Errichtung des Kultur- und Freizeithauses (1996) sowie der Anlegung diverser öffentlicher Plätze sind die ersten Schritte der Dorferneuerung gelungen. Auch mehrere private Hauseigentümer konnten zur Verbesserung der Ortgestaltung beitragen.

Durch den Bau der Hochwasserrückhaltung Wörth/Jockgrim wurde Neupotz von überregionalen Planungen des Landes Rheinland- Pfalz in besonderem Maße betroffen. Im Vorfeld zeigten sich die Neupotzer Bürger durch die Initiative „Kein Polder Neupotz“ nicht begeistert von dieser Entwicklung. So wurde Neupotz im Jahr 2002 zur Modellgemeinde des Projekts „Leben am Strom“.  Im Zuge einer akzeptanzfördernden Maßnahme hat das Land Rheinland-Pfalz das alte Anwesen Trapp im Ortskern erworben und den Umbau des vorderen Teils des Anwesens finanziert. Der hintere Teil wurde von der Gemeinde mit Mitteln aus der Dorferneuerung finanziert. So entstand das Rheinauen- und Hochwasserschutz-Informationszentrum Haus Leben am Strom.

 

 

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Tel. (07272) 2192

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