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Pressebericht zum „walking bus“ in Neupotz
Rubrik Neupotz, am 01.04.2008 von Erich Hoffmann.
Die Schulkinder Umweltbewusstsein zu lehren ist die eine Sache, das Ganze auch in die Tat umzusetzen, die andere. Bei der Grundschule Neupotz läuft, im wahrsten Sinne des Wortes, derzeit ein Projekt, das die Eltern animieren soll, ihre Kinder den Schulweg per Fuß antreten zu lassen. Auf die Idee kam Rektorin Christiane Platz, weil sie nach eigenem Bekunden täglich erlebt, dass viele Mütter und Väter ihr Kind im Auto zur Schule bringen und es am Nachmittag wieder abholen. Die Folgen davon sind die Zunahme des Autoverkehrs auf dem Schulweg und im Schulgelände. Die Schulleiterin regte deshalb an, einen so genannten „walking bus“ einzurichten. Hierbei handelt es sich um eine „Gehgemeinschaft“ von Grundschülern, die von einem Erwachsenen begleitet wird und wie ein Linienbus nach einem Fahrplan feste „Haltestellen“ ansteuert. Der „Bus“ hat viele Vorteile. Er bringt die Jungen und Mädchen sicher zur Schule und nach dem Unterricht wieder nach Hause. Er bietet Sicherheit auf dem Schulweg, bringt die Kinder in Bewegung, fördert ihre Selbstständigkeit und Kommunikation und lenkt ihre Konzentration auf den Unterricht. Der Schulelternbeirat war bereit, bei der Organisation zu helfen und so konnte am 1. April die Idee in die Tat umgesetzt werden. 25 Kinder hatten sich für das Projekt gemeldet und 8 Mütter und ein Lehrer waren bereit, jeweils eine „Fahrt“ zu begleiten. So herrschte denn an der ersten Haltestelle gespanntes Warten, ob auch alle Schüler erscheinen würden. Als Begleitperson stellte sich Birgit Kraus zur Verfügung. 8 Schüler waren gemeldet. Alle waren tatsächlich pünktlich und Rektorin Christiane Platz und Ortsbürgermeister Emil Heid ließen es sich nicht nehmen, die Kinder auf ihrer ersten „Fahrt“ zu begleiten. Ordnungsgemäß wurde der Bürgersteig genutzt und als die verkehrsreiche Hauptstraße zu überqueren war, gab es von den Begleitpersonen Hinweise und Warnungen, so dass die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet war. Alle erreichten pünktlich und sicher das Schulgebäude und alle waren mächtig stolz, dass sie mit ihrem Verhalten und der Aktion zur Sicherheit auf dem Schulweg und gleichzeitig auch zur Verbesserung der Umwelt beigetragen hatten. Insgesamt drei Linien aus verschiedenen Richtungen des Dorfes wurden so eingerichtet. Aus organisatorischen Gründen können sie vorerst aber jeweils nur an einem Tag in der Woche starten und sind bis zum Beginn der Ferien befristet. Gerne sind Schulleitung und Elternbeirat bereit, die Einrichtung auch in Zukunft weiterzuführen, wenn diese von vielen Eltern und Kindern auch genutzt wird. Leider ist die Beteiligung der Schüler noch nicht so, wie erhofft und der Zubringer- und Abholverkehr an der Grundschule hat nur geringfügig abgenommen. Schulleiterin Christiane Platz ist aber schon stolz, dass die Sache erst mal ins „Rollen“ gekommen ist, denn gute Ideen, so ist sie überzeugt, werden sich immer durchsetzen. (hci)

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