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Pressebericht Verein „Together-Hilfe für Uganda“
 

In Neupotz angagiert sich die Familie Xander für Uganda

Rubrik Neupotz, am 12.04.2005 von Erich Hoffmann.

Hilfe zur Selbsthilfe ist das oberste Gebot des Vereins „Together- Hilfe für Uganda“, für den sich das Neupotzer Ehepaar Ludwig und Helmi Xander unvermindert einsetzt. Zusammen mit den ehemaligen Rülzheimern Klaus und Marliese Löffel, den Initiatoren des Vereins aus Helsa bei Kassel, waren sie im Januar diesen Jahres bereits zum zweiten Mal in dem afrikanischen Land, um Hilfe zu leisten und sich nebenbei nach der Entwicklung der bisherigen Projekte zu erkundigen. Nach Ansicht von Klaus Löffel ist es sehr wichtig, dass sich die Solidarität, die sich bei der Flutwelle in Asien gezeigt hat, weitertragen lässt auf andere notleidende Gebiete der Welt. Er sagt, sein neuerlicher Besuch in Uganda habe gezeigt, dass ein Anfang gemacht, aber noch viel Hilfe nötig sei. Der eigentliche Anlass der Reise war der Abschluss des Wasserprojektes für die politische Gemeinde Bwera-Kigoto. In den Jahren 2000 bis 2004 wurde das Problem in drei Stufen durchgeführt. 150 Zapfstellen für sauberes Trinkwasser für insgesamt 11 000 Menschen wurden eingerichtet. Zur offiziellen Übergabe kam Jochen Rudolph von der Deutschen Botschaft in Entebbe in die Provinzgemeinde. Father Aquirinus Francis Kibira, der das Projekt mit seinen deutschen Freunden seinerzeit ins Rollen brachte sowie Distriktbürgermeister Samuel Kabacenga waren bei der Feierstunde dabei und sagten Dank für die große Hilfe. 75 Prozent der Kosten für die Maßnahme übernahm das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 25 Prozent kamen vom Verein „Together“. Die Aufgabe des Vereins bestand darin, das Material und entsprechendes Werkzeug für die Wasserstellen zu besogen und Sponsoren dafür zu finden. Die Arbeiten wurden von den Bewohnern der betroffenen afrikanischen Dörfer selbst erledigt. Die gespendeten Gelder wurden abschnittweise ausgezahlt und von den Einheimischen in eigener Regie verwaltet. Der Verein selbst verwaltet neben dem eigenen auch das von der Bundesregierung zur Verfügung gestellte Geld und muss darüber einen Rechenschaftsbericht erstellen. So ist gewährleistet, dass wirklich jeder Euro der jeweiligen Aktion zugute kommt. 150 Zapfstellen sind es geworden und für alle konnten Patenschaften zu je 260 Euro gewonnen werden. Für die Menschen dort ist dies ein großer Schritt in ein menschenwürdigeres Leben. Ein weiterer Schwerpunkt soll nun vom Verein in Angriff genommen werden, nämlich die Trinkwasserversorgung des an die Gemeinde Kigoto angrenzenden Kitagwenda-Distrikts. Hier soll auf gleiche Art die Trinkwasserversorgung erreicht werden. Etwa 300 Zapfstellen werden nötig sein, um die dort wohnenden 25 000 Einwohner zu versorgen. Mit den zuständigen Behörden wurden bereits Kontakte geknüpft. 25 Prozent der Kosten will der Verein wieder beisteuern. Das heißt, dass nochmals viele Patenschaften benötigt werden. Die Reisenden aus Deutschland konnten sich bei ihrem Besuch auch von der Fertigstellung des neuen Mädcheninternats mit 120 Plätzen und des Internats für 60 Buben überzeugen. Alle Bewohner freuen sich besonders über die neue Küche, die mit sechs neuen großen Kochkesseln ausgestattet ist. Für 400 Schüler kann jetzt dort täglich eine warme Mahlzeit bereitet werden. Ganz stolz sind alle auch auf die Stromversorgung der Schule durch Solarenergie. Auch hier wurden in den vergangenen Jahren viele Patenschaften vermittelt. Ziel des Vereins ist es, die Gebäude auch für die Zukunft zu erhalten. Es wurde deshalb eine Stiftung gegründet, um damit künftig anfallende Reparaturen durchführen zu können. Nur ein Viertel der Kinder erfährt Unterstützung von den eigenen Eltern. Die Bemühungen des Vereins gehen dahin, diesen Anteil kontinuierlich zu erhöhen. Große Probleme bereitet nach wie vor die große Sterblichkeitsrate durch AIDS und Malaria. Aus den genannten Gründen ist auch die Zahl der Waisenkinder sehr hoch. Das neue Schuljahr begann im Februar. Durch die Unterstützung des Vereins aus Deutschland konnten 38 Schüler das neue Schuljahr beginnen. Die deutsche Reisegruppe war voll des Lobes über die Gastfreundschaft der Afrikaner. Die Bevölkerung freue sich immer, wenn Weiße kommen und sich zu ihnen gesellen, so der allgemeine Tenor. Gegessen wird, was in der Erde oder auf den Bäumen wächst. Hirse, Kochbananen, Kraut, Süßkartoffeln und Erdnüsse stehen zumeist auf dem Speiseplan. Obst wie Mango, Papaya, Bananen und Ananas kommen ergänzend hinzu. Gelegentlich wird eine Ziege und seltener eine Kuh geschlachtet. Fleisch bleibt also die große Ausnahme. Die Gewissheit, Menschen zu einem besseren Leben verhelfen zu können und die Tatsache, dass dies auch geschätzt und anerkannt wird und dass gegenseitiges Vertrauen herrscht, ermutigt die Mitglieder des Vereins „Together-Hilfe für Uganda“ weiter, sich uneigennützig für die gute Sache einzusetzen. Nähere Informationen sind bei Familie Xander in Neupotz unter der Telefonnummer 07272 / 8761 zu bekommen.(eho)

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