|
Heimat und Auen-Informationszentrum.
Rubrik Neupotz, am 07.11.2005 von Emil Heid.
Die Gemeinde Neupotz und die Bürgerinitiative "kein Polder Neupotz" haben mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz beim Thema Polderbau Einigung erzielt und das Projekt "Leben am Strom" ins Leben gerufen.
Hochwasserrückhalteräume (Polder) sind Anlagen, die den Unterliegern am Rhein bei Hochwasser von großem Nutzen sein können, und die helfen, das Hab und Gut der betroffenen Menschen zu schützen. Gerade bei den heute immer wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen ist es unabdingbar, solche Anlagen zu errichten. Deshalb haben wir uns mit dem Land Rheinland-Pfalz diesbezüglich geeinigt.
Die Gemeinde und die Bürgerinitiative "kein Polder Neupotz" haben 10 Jahre gegen den Polder gekämpft, und hierzu einige Kompromisse und Veränderungen zugunsten der Gemeinde errungen. Dennoch ringt diese Maßnahme der Gemeinde Neupotz große Opfer ab: 140 ha Land werden für den Polder zur Verfügung gestellt.
Ein Entgegenkommen des Landes Rheinland-Pfalz stellt das schöne Fachwerkhaus im Ortszentrum (Hauptstr. 4) dar, das im Jahre 1785 erbaut wurde. Zuletzt bewohnte die Familie Franz Trapp mit ihrem landwirtschaftlichen Betrieb diese Gebäude. Zuvor waren ein Gasthaus, Metzgerei, Schmiede und eine Milchzentrale in diesem Haus schon untergebracht (genau richtig für ein Museum).
Das Anwesen wurde vom Land gekauft und soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde renoviert werden. Ein großer Teil der Kosten übernimmt das Land Rheinlandpfalz. Hier soll ein Auen-und Informationszentrum für Schulen, Fachbereiche und für die Öffentlichkeit entstehen.
Im gleiche Zuge will die Gemeinde das bestehende Heimatmuseum, das zur Zeit im Obergeschoß des Rathauses untergebracht ist, in dieses Gebäude integrieren.
Die Nebengebäude müssen separat renoviert werden. Hier erweisen sich die Verhandlungen mit dem Land als schwierig, da die Gemeinde aufgefordert wurde, sich mit Eigenleistungen zu beteiligen.
Das Ziel ist jedoch klar:Wir möchten diese Gelegenheit nutzten und zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz erreichen,dass das gesamte Anwesen renoviert wird und somit den Bürgern und den örtlichen Vereinen zur Verfügung gestellt werden kann. Hierzu benötigt die Gemeinde Neupotz jede mögliche Unterstützung durch die Bevölkerung- seien es Spende, Arbeitskraft oder Benefiz-Veranstaltungen zu Gunsten des Projekts.
Am 10. November wollen wir eine Gründungsversammlung für einen Verein abhalten.Dieser Verein wird sich ausschließlich dem Projekt widmen.Zur Unterstützung soll unter anderem ein Spendekonto eingerichtet werden, da wir dringend auf Spenden angewiesen sind.
Gemeinsam für Neupotz werden wir dieses einzigartige Projekt zum Erfolg führen. Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen schon jetzt recht herzliche!
Ihr Emil Heid Ortsbürgermeister

|
zurück zur Übersicht
 |