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Entwurf zur Verkehrskreiselgestaltung Ausfahrt B9 – L549 Zufahrt zum neuen Hardtwald
Rubrik Neupotz, am 22.02.2010 von Gerfried Sand.
| Gestaltung: | Alle Teile der Plastik sind aus Stahlblech „rostpatiniert“. Zwei Stützen aus abgewinkeltem Stahlblech tragen die Glocke und den Fisch. In den Stützenflanken werden jeweils senkrecht die Ortsnamen „POTZ“ für das alte Dorf und Neupotz für das heutige Dorf ausgeschnitten. Ein schmaler Pflanzensaum mit blauen Lavendel, ringsum die Plastik, symbolisiert die Wasserfluten des Rheins. Die Oberfläche des Kreiselhügels selbst wird hauptsächlich mit Kieselsteinflächen in verschiedenen Steingrößen, aufgelockert durch Holzteile von jahrtausenden alten Baumstämmen aus den Baggerseen gestaltet. Darunter Folien zur Unkrautverhinderung und pflegeleichten Unterhaltung des Kreisels. |  | | Maßstab | ca. 1:10 | | Maße: | Grundfläche ca. 3,5 x 3,5m, Höhe ca. 3,5 m | | Thema: | Das alte versunkene Dorf POTZ mit zerbrochener Kirche. Über dem Dorf, eine gewellt dargestellte symbolische Wasserlinie mit Fisch und Glocke, dem heutigen Ortswappen. Das Glockensymbol mit dem Fisch entstand aus einem Fischfanggerät, dem -Spreitgarn- , ein Wurfnetz das über die Fischgründe geworfen wurde. Dabei breitete sich das Netz glockenförmig aus und nahm so die Form einer Glocke an. Am Boden liegt die Glocke der zerbrochenen Kirche und ein Teil eines Nachens (Dreibord). Die Gesamtkonstruktion der Häuser, Kirche und die darüber hängende Glocke werden diagonal/ kreuzförmig angeordnet. Das symbolisierte Ortswappen bestehend aus der Glocke mit Fisch, sowie alle Häuser und die Kirche der Plastik sind aus allen vier Richtungen der Kreiselzufahrten, immer gut zu sehen! |
Das Modell stellt das untergegangene Dorf POTZ dar das am uferbrüchigen Rheinstrom, dem heutigen Altrhein stand. Zwischen 1535 und 1595 erfolgte die Um- und Neuansiedlung an den heutigen Standort, nachdem die Kirche und immer mehr Häuser des alten Dorfes gefährdet waren oder von den Fluten weggerissen wurden. Die Bewohner durften das neue Dorf Potz am heutigen Standort wieder aufbauen. Über mehrere Jahrzehnte gab es zwei Dörfer Potz, da nicht alle Häuser gleichzeitig von den Fluten zerstört wurden. „Altpotz“ hieß das restliche alte Dorf. Das neue Dorf wurde „Potz“ genannt. Dorfmittelpunkt war die ehemalige kleine Nikolauskirche. Erst als um 1595 alle Häuser und Wohnplätze im alten POTZ aufgegeben waren, nannten die Bewohner das neue Dorf „Neupotz“, das im Laufe der Jahre auch „Neupfotz“ genannt wurde, mit dem charakteristischen „pf“! 1935 wurde das „f“ wieder aus dem Dorfnamen entfernt. Seither heißt das Dorf „Neupotz“! 01.10.2009 Entwurf und Gestaltung: Gerfried Sand

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