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Marathonläufer Michael Fischer
Rubrik Neupotz, am 20.12.2006 von Erich Hoffmann.
So mancher hat sich in Neupotz in letzter Zeit gefragt, was das für ein neuer Verein sei, der gelegentlich in Presseberichten erscheint. Es war dabei vom AFC Neupotz die Rede. Was sich dahinter verbirgt ist kein Verein, sondern ein einzelner Mann, nämlich der 43-jährige leidenschaftliche Marathonläufer Michael Fischer. Er ist Diplom-Ingenieur, arbeitet bei Siemens in Karlsruhe und hat mit seiner Frau Dagmar drei Kinder namens Annika, Florian und Carolin. Die Anfangsbuchstaben der Namen seiner Kinder sind auch das Geheimnis für den Namen AFC Neupotz. 30 Marathonläufe hat der aus Leimersheim stammende frühere Fußballer seit 1998 absolviert. Weil er keinem Laufverein angehört und er immer danach gefragt wurde, hat er sich 1999 kurzerhand den Namen AFC Neupotz, wie oben beschrieben, zugelegt. Unter dieser Bezeichnung hat er zusammen mit seiner Familie übrigens im Sommer 2006 auch das WM-Tippspiel der RHEINPFALZ gewonnen. Schon als aktiver Fußballer habe er immer gesagt: „Wenn ich mal aufhöre zu kicken, laufe ich einen Marathon“, erzählt Michael Fischer. Als es dann kurz vor der Geburt seiner Tochter Carolin so weit war, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen (in der Garage hängen sie übrigens noch), habe er dann als ersten Lauf den Bienwald-Marathon in Kandel ins Auge gefasst. Jedoch genau an dem Tag stand das Fußball-Duell Neupotz-Leimersheim an und so wurde dieses zu seinem Abschiedsspiel umfunktioniert. Sein erster Marathon war deshalb der hügelige Weinstraßen-Marathon, bei dem er als „Flachländer“ mit einer Zeit von 4:38 Stunden so richtig eingebrochen ist. Gleich drei Wochen später lief er dann beim Rhein-Marathon in Maximiliansau in 3:55 Stunden eine akzeptable Zeit und das Feuer war entfacht. Nach mehreren Versuchen unter die 3:30 Stunden zu kommen, trainierte Fischer im Jahre 2002 erstmals nach einem Plan („Greif Countdown“) und in Karlsruhe gelang es ihm dann, eine Zeit von 3:13 Stunden zu laufen. Danach ging es stetig weiter und in Kandel 2004 war es soweit: er konnte die Drei-Stunden-Schallmauer knacken. Seine Bestzeit liegt inzwischen bei 2:56:52 Stunden und wurde beim Gutenberg-Marathon in Mainz im Mai 2005 von ihm aufgestellt. In der „Greif Marathon-Bestenliste“ 2005, in der alle deutschen Marathonläufer mit ihrer jeweiligen Jahresbestzeit eingetragen sind, belegte Michael Fischer unter 113 365 Läufern den Gesamtplatz 1 966, wobei in Deutschland nur 35 Frauen schneller waren als er. Läuferischer Höhepunkt des Jahres 2006 war der Berlin-Marathon, wo auch der ehemalige Weltrekordler Haile Gebreselassie mitlief. Diesen Lauf wertet Fischer als „Schapszahlen-Marathon“, denn es war sein 3. Marathon in diesem Jahr, es war der 33. Berlin-Marathon und er belegte den 333. Platz. Hinzu kam, dass seine 3 Kinder bei Kilometer 33 auf ihn warteten und er ein Durchschnittstempo von 13.33 Stundenkilometern lief. Er trainiert seit 4 Jahren nach dem Acht-Wochen-Countdownplan von Peter Greif. Wichtigste Einheit darin ist der wöchentliche 35-km-Lauf, den er meistens samstagmorgens ab 6 Uhr absolviert. Wendepunkt und gleichzeitig Verpflegungsstelle ist dann meistens eine Bäckerei in Freckenfeld. Er führt ein Excel-Lauftagebuch, in dem u.a. Wochen- und Monatssummen berechnet werden. Sein Jahrespensum beträgt ca. 2500 km, davon ca. 350 Wettkampfkilometer auf Strecken von 5 Kilometer bis Marathon. Sein größtes Ziel ist es, irgendwann den New-York-Marathon unter drei Stunden zu laufen. Dieser Wunsch steckt in ihm, seit er 1996 bei einem beruflichen USA-Aufenthalt Zuschauer dieses Laufes war. Bis zu viermal ist er während des Jahres bei einem Marathon aktiv. In der näheren Umgebung wie Kandel, Maximiliansau, Karlsruhe, Weinstraße und Mannheim war er schon mehrmals dabei, aber auch Mainz, Köln, Frankfurt, Berlin und Amsterdam hat der begeisterte Läufer bereits absolviert. Neben seiner Laufleidenschaft bleibt ihm auch noch Zeit, sich um weitere Hobbys zu kümmern. So ist er Betreuer der E-Jugend des FC Viktoria und besucht die wöchentliche Singstunde beim gemischten Chor „Voice Factory“. Wenn er dann noch Zeit übrig hat, betreibt er Ahnenforschung. Seine Vorfahren konnte er bis ins Jahr 1485 zurückverfolgen, nachzulesen auf der Homepage des AFC Neupotz unter http://hometown.aol.de/afcdm/1.html.

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