Neupotz Am Altrhein
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„Unser Dorf hat Zukunft“
 

Über den Besuch der Kommision am 21.Juni 2005

Rubrik Neupotz, am 21.06.2005 von Erich Hoffmann.

Vor etwa drei Wochen hat sich die Gemeinde Neupotz im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Hauptklasse den ersten Platz gesichert und sich damit für den Wettbewerb auf Bezirksebene qualifiziert. Insgesamt 18 Gemeinden der Region Rheinhessen-Pfalz bewerben sich in dieser Klasse um die Spitzenplätze. Die jeweils fünf bestplatzierten Gemeinden werden dann am Landesentscheid im August 2005 teilnehmen. In der Fachkommission, die jetzt in Neupotz die Bewertung vornahm, engagieren sich Ehrenamtliche aus dem Bauern- und Winzerverband und dem Landfrauenverband, freiberufliche Architekten und Dorfplaner, Fachleute der Uni Kaiserslautern, Mitarbeiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum und der Kreisverwaltung. Sie bewerten unter anderem Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Entwicklung, Grüngestaltung und die Einbindung des Dorfes in die Landschaft. Alfons Hausen, der Leiter der Kommission, bezeichnete die Gemeinde nach der Besichtigung als „lebendiges Dorf mit großer Zukunft“. Ortsbürgermeister Emil Heid begrüßte die Kommissionsmitglieder im Kultur- und Freizeithaus und vermittelte mit einem Einblick in die Geschichte des Hauses gleich einen kleinen Eindruck darüber, was im Einzelnen in Neupotz aus alter Bausubstanz bereits entstanden ist. Früher seien in diesem Haus Körbe entstanden und landwirtschaftliche Produkte gehandelt worden, heute sei es eine Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft und die Vereine. Der Ortsbeigeordnete Stefan Gehrlein stellte in einem kurzen Referat die Vorzüge der Rheingemeinde heraus. Leben in der Natur und Arbeiten in der Nähe, nannte er als herausragende Attribute des Dorfes, angelehnt an die nahen, erholsamen Rheinauen und an viele kurzzeitig erreichbare Arbeitsplätze zwischen den Geschäftszentren Germersheim und Wörth. Die bekannt gute Gastronomie des Dorfes sei nicht nur Anziehungspunkt für Fremde, sondern auch Arbeitsplatzsicherung für Einheimische. Der sich anschließende Rundgang durch den Ort wurde buchstäblich zur Rundfahrt, denn die Organisatoren hatten für die Kommissionsmitglieder Fahrräder besorgt, damit man in der zur Verfügung stehenden Zeit auch alles Sehenswerte erreichen konnte. In der neu ausgebauten Fischerhütte in der Hauptstraße referierte der zweite Beigeordnete Rudi Bellaire über seinen Geschäftsbereich „Leben am Strom“ und mutmaßte, für Neupotz und seine Bürger könne dieses Thema auf Grund der guten Zukunftsaussichten zum Lebensmotto werden. Der Neupotzer Fotograf Franz Gschwind untermalte die Ausführungen optisch mit einem zu Thema passenden Diavortrag. Das gute Zusammenwirken von Kirche und Gemeinde stellte Gemeindereferent Hubert Magin in seinem Vortrag im Katholischen Pfarrheim heraus. Das Netz, das in Neupotz gemeinsam geknüpft werde, bürge für eine gute Zukunft, so Magin. Marianne Stein, als Vertreterin des Kulturkreises, hatte in der Grillhütte am Sportgelände Gelegenheit, die Vereine des Dorfes näher vorzustellen. Besonders die Jugend- und Nachwuchsarbeit habe in den Vereinstätigkeiten einen hohen Stellenwert, betonte Stein. Die Kommissionsmitglieder sparten zum Abschluss ihrer Besichtigung nicht mit Lob aber auch nicht mit kritischen Bemerkungen. Der Vertreterin für Soziales und Kultur imponierte besonders die immense Beteiligung der Bevölkerung an der Aktion. Mehr innerörtliches Grün vermisste der Fachmann für Grünflächen im Altort. Im Neubaugebiet sei es in dieser Beziehung besser bestellt, so seine Bewertung. Man solle sich ruhig Anregungen aus anderen Orten holen. Die Umplanung von der Bürgerinitiative „Kein Polder Neupotz“ zum Projekt „Leben am Strom“ lobte das für Landschaftsschutz zuständige Mitglied. Der Fachmann für Entwicklung und Wirtschaftlichkeit erkannte ein durchgeplantes Entwicklungskonzept und dem für Bau und Erneuerung zuständige Kommissionär gefiel besonders die schöne Ortsmitte und die geschmackvoll gestalteten Ortseingänge. Die Ergebnisse der Bewertung werden am 22. Juli bekannt gegeben.(hci)

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